Alle Felder außer dem Projektnamen sind optional — Offen ist erlaubt.
Unbeantwortete Punkte wandern als OFFEN in beide Dokumente und werden
im neuen Chat geklärt. Beim Generieren entstehen Project-Brief.md und
PRD.md als Codebox und Download. Keine Datenübertragung — alles läuft lokal im Browser.
Glossar (Concept Cards)
Format pro Begriff: Was es ist · Wozu · Nicht zu verwechseln mit (sofern relevant) · Namensherkunft (sofern relevant) · Mehr dazu. Gruppierung folgt den Formular-Sektionen. Vorbild: Glossar des SQ-Kriterienkatalogs.
Dokumente & Methode
Spec / Spec-Set
Was es ist: Der Satz von Steuer-Dokumenten, der einem autonomen Coding-Agenten Auftrag, Arbeitsregeln, Perimeter und Prüfkriterien vorgibt.
Wozu: Der Agent arbeitet gegen Dateien statt gegen Zurufe — reproduzierbar, reviewbar, versionierbar.
Mehr dazu: Sieben-Datei-Topologie, Phase-3-Runbook.
Sieben-Datei-Topologie
Was es ist: Verbindliches Skelett jedes Prototyps: CLAUDE.md, .claude/settings.json, docs/PRD.md, quality.md, TASKS.md, ADR.md, GOAL-PROMPT.md.
Wozu: Jedes Projekt ist selbsttragend — nichts wird stillschweigend projektübergreifend geteilt.
Mehr dazu: Phase-3-Runbook §P3.2.
Project Brief
Was es ist: Kompaktes Übergabedokument mit allen Vorab-Festlegungen plus dem Auftrag an den neuen Chat (welche Spec-Dateien nach welchen Konventionen).
Wozu: Ein frischer Chat ohne Projektgedächtnis kann sofort das Spec-Set schreiben.
Nicht zu verwechseln mit: PRD — der Brief regelt den Prozess, die PRD das Produkt.
PRD
Was es ist: Der Output-Vertrag eines Projekts: was gebaut wird, plus die observable Verifikationsliste (Gate-Liste).
Wozu: Die /goal-Bedingung zeigt auf genau diese Liste — die PRD ist die ausführbare Wahrheit.
Namensherkunft: Product Requirements Document — klassischer Produktmanagement-Begriff.
CLAUDE.md
Was es ist: Das stehende Arbeitsabkommen eines Projekts; Claude Code lädt es bei jedem Session-Start automatisch.
Wozu: Sprache, nicht verhandelbare Constraints, stehende Regeln (ADR-Pflicht, Doku-Abschluss) — immer aktiv.
Nicht zu verwechseln mit: PRD (regelt das Was; CLAUDE.md regelt das Wie hier gearbeitet wird).
ADR
Was es ist: Kurzer, nummerierter Eintrag pro Architektur-Entscheidung: Kontext → Entscheidung → Konsequenzen.
Wozu: Audit-Trail — warum es so gebaut ist, nachlesbar statt rekonstruierbar.
Namensherkunft: Architecture Decision Record (Michael Nygard, 2011).
PADR
Was es ist: ADR-Format für Policy- und Prozess-Entscheidungen statt Technik — Regeln, Grenzen, Betriebs-Politik (Beispiel: append-only als Policy vs. Enforcement).
Wozu: Auch Regel-Entscheidungen brauchen Kontext und Begründung im Repo.
Namensherkunft: Policy-ADR — projektinterne Konvention dieses Setups.
quality.md
Was es ist: Die Triage des SQ-Kriterienkatalogs fürs Projekt: welche Kriterien gelten (A/B/C/D) und wie sie durchgesetzt werden ([Gate]/[Review]/[Perimeter]).
Wozu: „Fertig" ist definiert, bevor gebaut wird.
Mehr dazu: SQ-Kriterienkatalog; Phase-3-Runbook (Schichtungs-Regel).
TASKS.md / backlog.md
Was es ist: TASKS.md = Aufgabenschnitt des laufenden Vorhabens (TASK-NNN mit Status); backlog.md = Ideen und Aufgaben, die noch nicht eingeplant sind.
Wozu: Innere Struktur des Laufs vs. Speicher für Später — getrennt, damit der Lauf fokussiert bleibt.
GWT (Given / When / Then)
Was es ist: Formulierungsformat für Tasks und Akzeptanzkriterien: Ausgangszustand → Aktion → prüfbares Ergebnis.
Wozu: Macht „fertig" testbar statt interpretierbar — der Agent kann gegen das Then verifizieren.
Namensherkunft: Aus dem Behavior-Driven Development (Dan North, ~2006).
FACT vs. ANNAHME
Was es ist: Kennzeichnungsdisziplin in allen Dokumenten: verifizierte Aussagen tragen [FACT], ungeprüfte [ANNAHME].
Wozu: Falsify-first — jede ANNAHME ist ein offener Prüfauftrag, keine stille Wahrheit.
Mehr dazu: Tech-Book, Kopfnotiz.
A/B/C/D-Triage
Was es ist: Anwendbarkeits-Achse in quality.md: A = voll anwendbar … D = für dieses Projekt nicht anwendbar.
Nicht zu verwechseln mit: Durchsetzbarkeit — die steht als Tag ([Gate]/[Review]/[Perimeter]) daneben und wird nie mit A/B/C/D vermischt.
Handshake
Was es ist: Übergabedokument am Ende einer Session oder Etappe: was passiert ist, aktueller Stand, offene Punkte, Learnings.
Wozu: Der nächste Chat startet ohne Kontextverlust — Chats sind ephemer, Dokumente nicht.
DoD (Definition of Done)
Was es ist: Explizite Liste, wann etwas als fertig gilt — hier inklusive Doku-Abschluss und Handshake.
Wozu: Verhindert „fertig, bis auf …".
Slug
Was es ist: URL- und verzeichnistauglicher Kurzname: klein, ASCII, Bindestriche (z. B. proto-shop-medusa).
Wozu: Ein Name für Projektordner, Repo-Pfad und /goal-Bedingung.
Namensherkunft: Zeitungsjargon — Arbeitstitel einer Story in der Redaktion.
IDEA / Roadmap-Referenz (F/E)
Was es ist: Eintrag im IDEA-Pool der web-projects-roadmap. F = Track Fremd-CMS, E = Track Eigenentwicklung.
Wozu: Verknüpft das Projekt mit Vergleichspaaren, Hypothesen und Messprotokoll der Forschungsreihe.
Agent & Lauf
/goal + Vier-Teiler
Was es ist: Claude-Code-Kommando: setzt eine Abschlussbedingung; nach jedem Turn prüft ein Evaluator-Modell, ob sie erfüllt ist — sonst folgt der nächste Turn.
Wozu: „Entwickle bis fertig" statt „mach einen Schritt".
Vier-Teiler: messbarer Endzustand · Beweis im Transkript · Invarianten · Cap.
Nicht zu verwechseln mit: /loop (Zeitintervall-Wiederholung, nicht bedingungsgetrieben).
Auto-Mode
Was es ist: Claude-Code-Modus, der Tool-Aufrufe innerhalb eines Turns automatisch genehmigt.
Wozu: Nimmt das Pro-Aktion-Abnicken weg — nicht die Verantwortung für den Perimeter.
Nicht zu verwechseln mit: /goal (startet neue Turns; Auto-Mode tut das nicht).
Never-Sleeping-Harness
Was es ist: Watcher-Skript auf dem VPS, das Claude-Code-Sessions unbeaufsichtigt weitertreibt: Turn-Steuerung, Rate-Limit-/Kontext-Behandlung, Auto-Push nach jedem erfolgreichen Turn.
Wozu: Lange autonome Läufe ohne Menschen am Terminal.
Turn / Turn-Cap
Was es ist: Ein vollständiger Antwort-Zyklus des Agenten (inkl. seiner Tool-Aufrufe). Das Cap ist die Obergrenze in der /goal-Bedingung.
Wichtig: Das Cap im Text wird vom Modell beurteilt — kein harter Stopp. Hart ist nur das Token-Ceiling.
Token / Token-Ceiling
Was es ist: Kleinste Verrechnungseinheit für Modell-Ein- und Ausgabe (grob ¾ Wort). --tokens 250K setzt das harte Budget eines Laufs.
Wozu: Kosten- und Laufzeit-Deckel, der nicht auf Modell-Urteil angewiesen ist.
Evaluator
Was es ist: Kleines, schnelles Modell (Default Haiku), das nach jedem Turn nur das Transkript liest und die /goal-Bedingung prüft. Es ruft keine Tools auf und liest keine Dateien.
Wozu: Automatisierte Fertig-Prüfung — deshalb müssen alle Beweise als sichtbarer Befehlsoutput im Transkript stehen.
Sandbox (bubblewrap)
Was es ist: OS-Isolationsschicht um Claude Code (Linux-Namespaces): Datei-Lesesperren (denyRead) und Netz-Allowlist gelten für alle Bash-Subprozesse.
Wozu: Entkoppelt Codeausführung von Credential-Zugriff und Exfiltrations-Pfaden.
Nicht zu verwechseln mit: Podman-Containern (Infrastruktur-Dienste, die der Agent benutzt).
Gate A / Gate B
Was es ist: Die zwei Human-in-the-Loop-Grenzen des autonomen Arbeitens: Gate A = unsandboxte Befehle (excludedCommands wie podman), Gate B = Perimeter-Erweiterung (allowedDomains, neue git-Remotes).
Wozu: Ein Agent, der seinen eigenen Perimeter erweitert, hat keinen mehr — Gates öffnet nur der Mensch.
allowedDomains
Was es ist: Netz-Allowlist der Sandbox pro Projekt (.claude/settings.json) — nur gelistete Domains sind erreichbar, alles andere läuft in den Proxy-Timeout.
Wozu: Minimalprinzip: nur was Build/DB brauchen (npm-Registry, github.com …).
Invarianten
Was es ist: Explizit benannte Dinge, die der Agent nicht ändern darf: Dateien/Verzeichnisse (z. B. test/golden/), Schnittstellen, Perimeter.
Wozu: Teil von PRD und /goal-Bedingung — verletzte Invarianten machen einen Lauf ungültig, egal wie grün die Tests sind.
Halluzinations-Register
Was es ist: Laufende, typisierte Sammlung von Agent-Falschaussagen (Taxonomie nach Fehlerklassen, inkl. „CMS-Invariante" und „halluziniertes Scheitern").
Wozu: Macht Agent-Schwächen pro Stack messbar statt anekdotisch — Kern des Forschungsertrags.
Qualität & Messung
Observable Gate
Was es ist: Prüfkriterium, dessen Ergebnis als Befehlsoutput (Exit-Code, Konsolen-Ausgabe) im Transkript erscheint.
Wozu: Nur solche Kriterien kann der Evaluator verifizieren — was nicht im Transkript steht, existiert für ihn nicht.
[Gate] / [Review] / [Perimeter]
Was es ist: Durchsetzungs-Tags in quality.md: [Gate] = maschinell im Lauf geprüft, [Review] = menschlich nach dem Lauf, [Perimeter] = durch die Sandbox erzwungen.
Nicht zu verwechseln mit: der A/B/C/D-Triage (Anwendbarkeit) — zwei getrennte Achsen.
Lint
Was es ist: Statische Code-Prüfung auf Fehler, Stilverstöße und verdächtige Muster (z. B. ESLint), ohne den Code auszuführen.
Namensherkunft: Nach dem Unix-Werkzeug lint (Bell Labs, 1978) — benannt nach Textilfusseln.
Smoke-Test
Was es ist: Minimaler End-zu-End-Check „lebt das System?" — hier bewusst deterministisch (gibt exakt SMOKE: OK aus).
Namensherkunft: Aus der Elektronik: Gerät einschalten — raucht es?
Golden-Set / Golden-Vergleich
Was es ist: Fixierte Referenz-Ausgaben im Repo; der Test vergleicht die aktuelle Ausgabe exakt dagegen.
Wozu: Macht Determinismus prüfbar — jede Abweichung ist ein sichtbarer Diff, kein Bauchgefühl.
Lighthouse
Was es ist: Googles Audit-Werkzeug für Webseiten: Scores 0–100 für Performance, Best Practices, SEO, Accessibility.
Wozu: Als „Budget" (Mindestwerte, z. B. ≥ 90) wird daraus ein maschinell prüfbares Gate.
axe / pa11y
Was es ist: Automatisierte Barrierefreiheits-Prüfwerkzeuge — finden maschinell erkennbare WCAG-Verstöße (Kontraste, fehlende Labels, ARIA-Fehler).
Wichtig: Decken nur einen Teil ab — ein grüner axe-Lauf ist notwendig, nicht hinreichend. Rest bleibt [Review].
Basismetriken / Wall-Clock
Was es ist: Pro Projekt erfasst: Turns, Token, Wall-Clock (reale Dauer), menschliche Interventionen nach Anzahl und Typ.
Wozu: Vergleichsmatrix Fremd-CMS vs. Eigenbau am Ende der Reihe.
Mehr dazu: web-projects-roadmap §0.4.
Schichtanteile / Klick-Rest-Inventar
Was es ist: Messung (Track F): wie viel Prozent der Pflege-Operationen liefen über Dateien/CLI/API/MCP — und welche gingen nur per GUI-Klick (jeweils mit Grund protokolliert).
Wozu: Der empirische Kern der CMS-Bewertung für agentische Workflows.
Mehr dazu: web-projects-roadmap §0.4, Hypothesen H-1/H-2.
CLI-vs-MCP-A/B
Was es ist: Derselbe Content-Workflow zweimal ausgeführt — einmal roh per CLI, einmal über den MCP-Server des Systems; verglichen werden Token, Turns, Fehlerrate.
Wozu: Beantwortet empirisch, was der MCP-Layer kostet und kauft (Hypothese H-3).
Quality-Observation-Tracking
Was es ist: Sammelbegriff für das Messprotokoll des Projekts: Basismetriken + Halluzinations-Register + ggf. Schichtanteile.
Wozu: Jedes Projekt ist zugleich Datenpunkt der Forschungsreihe — Erfassung muss vor Projektstart definiert sein.
Stack & Architektur
CMS / Fremd-CMS
Was es ist: Content-Management-System — fertige Software für redaktionelle Pflege ohne Programmierung. „Fremd-" betont: nicht selbst gebaut (Track F).
Namensherkunft: Content Management System; WCMS = Web-CMS.
Headless CMS
Was es ist: CMS ohne eigene Auslieferungsschicht („Kopf") — verwaltet Inhalte und liefert sie per API an ein separates Frontend.
Wozu: Frontend-Freiheit; Inhalte mehrkanalfähig.
Nicht zu verwechseln mit: Flat-File (Speicherform, nicht Auslieferungsform — beides kombinierbar).
Flat-File
Was es ist: CMS ohne Datenbank — Inhalte liegen als Dateien (Markdown/YAML) im Dateisystem und damit im Git.
Wozu: Content wird diffbar, reviewbar, agentennativ; kein DB-Backup nötig.
SSG / SSR / SPA / Islands
Was es ist: Rendering-Strategien: SSG (Static Site Generation) = HTML zur Buildzeit; SSR (Server-Side Rendering) = pro Request am Server; SPA (Single-Page Application) = Rendern im Browser; Islands/Hybrid = statische Seite mit punktuell interaktiven Inseln.
Wozu: Bestimmt Performance-Profil, Hosting-Anforderungen und SEO-Verhalten.
Framework
Was es ist: Grundgerüst mit Konventionen (Routing, Build, Rendering, Datenfluss), in das eigener Code eingehängt wird — SvelteKit, Astro, Next.js, Laravel …
Wozu: Konventionen sind Leitplanken — auch für den Agenten.
CLI (wp-cli, Drush, artisan …)
Was es ist: Kommandozeilen-Schnittstelle eines Systems — die maschinennutzbare Schreibschicht unterhalb der GUI und oberhalb der Datenbank.
Wozu: Respektiert App-Invarianten (Caches, Hooks, Indizes) und ist zugleich agentennativ (Bash, Exit-Codes, Transkript-sichtbar).
Namensherkunft: Command Line Interface.
REST / GraphQL
Was es ist: HTTP-API-Stile: REST (Representational State Transfer) = Ressourcen unter URLs mit Standard-Verben (GET/POST/…); GraphQL = eine Abfragesprache, der Client bestimmt die Antwortform.
Wozu: Maschinenzugriff auf Inhalte/Funktionen ohne GUI.
MCP
Was es ist: Offener Standard, über den KI-Agenten externe Werkzeuge und Datenquellen typisiert ansprechen. Server laufen lokal (STDIO, als Subprozess) oder remote (HTTP).
Wozu: Capability-Discovery und gekapselte Semantik (z. B. TYPO3-Workspaces) — kein Muss bei lokaler CLI.
Namensherkunft: Model Context Protocol (Anthropic, 2024).
Mehr dazu: web-projects-roadmap §0.6 (Sandbox-Implikation), Hypothese H-3.
Config as Code / Content as Code
Was es ist: Konfiguration bzw. Inhalte liegen als Dateien im Repo statt in Klick-UIs oder nur in der DB.
Wozu: Diffbar, reviewbar, versionierbar — die agentennativste Form von CMS-Arbeit (Hypothese H-1).
pgvector / semantische Suche
Was es ist: Postgres-Erweiterung zum Speichern und Vergleichen von Embedding-Vektoren; Suche nach Bedeutungsähnlichkeit statt Wortgleichheit.
Wozu: „Frag diese Website"-Features, DSGVO-konform auf dem eigenen Server.
Pagefind
Was es ist: Clientseitige Volltextsuche für statische Sites — der Index entsteht zur Buildzeit, keine Server-Komponente nötig.
Wozu: Suche auf SSG-Seiten ohne Backend.
SQLite
Was es ist: Datenbank als einzelne Datei, läuft im Prozess der Anwendung — kein eigener DB-Server.
Wozu: „Boring Tech": ein Prozess, eine Datei, triviales Backup — für kleine Web-Apps oft die richtige Antwort.
Betrieb & Infrastruktur
VPS
Was es ist: Gemieteter virtueller Server mit vollen Root-Rechten (hier: Hostinger KVM 2, Debian 13, Frankfurt).
Namensherkunft: Virtual Private Server.
Podman / Quadlet
Was es ist: Container-Runtime ohne Root-Daemon (rootless); Quadlet = deklarative .container-Dateien, aus denen systemd reboot-feste Dienste erzeugt.
Wozu: Infrastruktur-Dienste (DB, PHP-Stacks) pro Projekt mit sauberem Kill-Switch.
Nicht zu verwechseln mit: der Claude-Code-Sandbox (isoliert den Agenten, nicht die Dienste).
Staging / Live + Promotion-Grenze
Was es ist: Getrennte Umgebungen; „Promotion" = bewusstes Befördern eines Stands von Staging nach Live.
Wichtig: Die Grenze ist OS-erzwungen (Dateirechte/Ownership), nicht bloße Konvention — der Agent kann nicht live deployen.
SSoT
Was es ist: Das eine maßgebliche Repo/Verzeichnis, aus dem alle Kopien und Deployments abgeleitet werden (hier: Bare-Repos auf code.straight8.de).
Namensherkunft: Single Source of Truth.
deploy-to-projects
Was es ist: Shell-Skript als excludedCommand: befördert Build-Artefakte aus der Sandbox heraus nach /var/www/projects/ (nutzt native Unix-Rechte).
Wozu: Brücke für Schreibzugriffe außerhalb des Projektordners, ohne die Sandbox aufzuweichen.
RAM-Klasse
Was es ist: Betriebs-Gewichtsklasse eines Projekts (leicht / mittel / schwer) fürs 8-GB-Budget des VPS.
Wozu: Schwere Stacks (Shopware, TYPO3, Medusa) laufen einzeln und werden nach Abnahme stillgelegt.
Mehr dazu: web-projects-roadmap §0.3.
llms.txt
Was es ist: Konvention: eine Markdown-Übersicht der Site unter /llms.txt, damit KI-Agenten Inhalte effizient lesen können.
Wichtig: Adoption ~10 %, für AI-Search-Zitationen heute wirkungslos — Nutzen liegt in der Agent-Schicht. Kosten ≈ null, daher Baseline.
Recht & Web-Standards
DSGVO
Was es ist: EU-Verordnung 2016/679 für die Verarbeitung personenbezogener Daten.
Wozu hier: Baseline jedes Projekts: EU-Hosting, lokale Fonts, cookielose Analytics, Datenminimierung.
Namensherkunft: Datenschutz-Grundverordnung (englisch GDPR).
AVV
Was es ist: Vertrag nach Art. 28 DSGVO mit jedem Dienstleister, der personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet (Payment, Mailversand, Hosting).
Namensherkunft: Auftragsverarbeitungsvertrag (englisch DPA).
SCCs
Was es ist: Von der EU-Kommission vorgegebene Standardvertragsklauseln für Datentransfers in Drittländer (v. a. USA — relevant bei Stripe & Co.).
Namensherkunft: Standard Contractual Clauses.
Consent-Banner / cookielos
Was es ist: Einwilligungsabfrage vor einwilligungspflichtigen Diensten (Tracking-Cookies, externe Einbettungen).
Wichtig: Cookielose Analytics (GoatCounter, Matomo richtig konfiguriert) brauchen keins — kein Banner ist ein Feature.
IP-Anonymisierung
Was es ist: Kürzen der IP-Adresse in Server-Logs (z. B. letztes Oktett), bevor sie gespeichert wird.
Wozu: Logs ohne dauerhafte personenbezogene Volldaten — Baustein der DSGVO-Baseline.
BFSG
Was es ist: Deutsche Umsetzung des European Accessibility Act; seit 28.06.2025 verbindlich u. a. für B2C-E-Commerce.
Wozu hier: Pflicht-Kriterium für alle Shop-Szenarien.
Namensherkunft: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
EN 301 549
Was es ist: Europäische Norm für Barrierefreiheit von ICT-Produkten und -Diensten — der technische Maßstab hinter BFSG.
Wichtig: Verweist für Web-Inhalte auf die WCAG.
WCAG 2.2 AA
Was es ist: W3C-Richtlinien für barrierefreie Web-Inhalte; Konformitätsstufe AA ist der übliche gesetzliche Maßstab (A < AA < AAA).
Namensherkunft: Web Content Accessibility Guidelines.
DOI (Double-Opt-in)
Was es ist: Anmeldung + Bestätigungslink per Mail — erst der Klick aktiviert die Einwilligung.
Wozu: In Deutschland der Standard für den Nachweis von Newsletter-Einwilligungen.
i18n / l10n
Was es ist: Internationalisierung (Software mehrsprachfähig machen) und Lokalisierung (konkrete Sprach-/Regionsanpassung).
Namensherkunft: Numeronyme: i + 18 ausgelassene Buchstaben + n (internationalization), l + 10 + n (localization).
hreflang
Was es ist: HTML-Attribut/HTTP-Header, der Suchmaschinen die Sprach- und Regionsvarianten einer Seite nennt.
Wozu: Richtige Sprachversion im richtigen Markt — Pflicht bei Mehrsprachigkeit.
RTL
Was es ist: Schriftrichtung rechts-nach-links (Arabisch, Hebräisch).
Wozu hier: Stresstest für Layout und i18n-Disziplin — deckt hart kodierte Richtungsannahmen auf.
Namensherkunft: Right-to-Left.
prefers-color-scheme
Was es ist: CSS-Media-Feature, das die Systemeinstellung Hell/Dunkel des Nutzers meldet.
Wozu: „Beides, automatisch" — Farbmodus folgt dem System, ohne eigenen Toggle.
mobile-first
Was es ist: Gestaltungs- und CSS-Strategie: vom kleinsten Viewport ausgehen, nach oben erweitern.
Nicht zu verwechseln mit: „Desktop + Mobile optimiert" (nachträgliche Anpassung statt Ausgangspunkt).
GoatCounter / Matomo
Was es ist: Datenschutzfreundliche Analytics: GoatCounter = minimalistisch, cookielos; Matomo = self-hosted mit vollem Funktionsumfang, cookielos konfigurierbar.
Wozu: Reichweitenmessung ohne Consent-Banner und ohne US-Datenabfluss.